Über die Muße

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Über die Muße
Vor einiger Zeit bin ich über das Wort ' Muße' gestolpert. (Leg am Boden,
mitten im Wohnzimmer, keine Ahnung, wie es da plötzlich hingekommen ist.)
Beim allerersten Aufeinandertreffeh war ich etwas erstaunt: Ach, mit '8'
schreibt man das? Nicht mit 's', wie bei der 'Muse'? Hm, ne, mit 'B‘.
warum, weiß ich jetzt nicht, ist aber im Moment auch egal. Jedenfalls ist
die Muße eine wunderbare Sache, hab ich dann festgestellt. Es ist kein
Nichtstun, oder, nicht nur Nichtstun, sondern noch viel mehr. Nämlich

alles was (wichtig!) keine Arbeit ist, aber auch nicht alles, was Freizeit

ist, sondern wirklich nur Dinge, die man einfach so zum Spaß macht. Einfach

so zum Spaß! Ist das nicht toll? Aber, dritter Punkt (oder schon der vierte%

Es gelten nur die Sachen, die man auf eigenen Wunsch hin macht. '

Gut, kann ja nicht so schwierig sein, oder? Hm... Also Haushalt, Einkaufen,
Kochen, fällt bei mir schon mal weg. Das mache ich eigentlich, weil es sein
muss, ja, auch das Kochen - weil ich was Gutes essen will. Es macht mir
rein überhaupt nichts aus, wenn dieses gute Essen jemand anderes kocht «

im Gegenteil. Gut, dann also weiter: Fernsehschauen... Naja, eigentlich
nicht. Irgendwie hab ich da auch das Gefühl, das ist fremdbestimmt. Kann
ich nicht so gut erklären, aber so ist es eben. Lesen! Ja, lesen ist genau
meins. Sehr mußig fühl ich mich da. Manchmal auch beim Geschenke basteln
(mach ich freiwillig, müsste nicht sein) oder beim Zeichnen (mach ich auch
freiwillig, muss gar nicht sein). Gut, dann also: Mehr davon! Was noch?
Gitarrespielen (wird nichts, also mit der Gitarristen-Karriere, also: muss
auch nicht sein). Moment, ich denke ja viel zu kurz: Konzerte!!! Ja, da
staune ich jedes Mal wieder, wieviel Spaß die machen. Weggehen, überhaupt,
feiern (also frewillig, nicht zu Weihnachten...)! Ins Theater gehen! In
Museen! Das sind alles so Dinge, die man viel zu selten macht, und dann,
wenn man im Museum steht, denkt man siehe Mann, das sollte ich Jede Woche
tun. Snewboarden. Oder Skifahren. Ausflüge. Wandern. Reisen.
Hui, wenn ich es so betrachte, muss ich sagen: Das mach ich alles schon —
aber VIEL zu wenig. Stattdessen arbeite ich tagsüber und mache mir abends
Sorgen um meine Weihnachtsgeschenke (Anfang Dezember, ich habe noch KEINE).
Und genau das ist unser Problem: Dass wir ständig meinen, etwas tun zu!
müssen - dabei haben wir eigentlich alle Freiheit der Welt. Wir nutzen sie
nur nie. Nein, ganz falsches Wort, nutzen, wir genießen sie nur nie.
Erst im Genuss ist die Freizeit Muße. Das behaupte ich Jetzt einfach mal so.
Also: Ich schnappe mir nun meinen Tee mit Rum, mein Buch und setze mich an '
den Ofen. Und dann wird sie kommen, die Maße. Da bin ich mir ganz sicher.

Diesen Text habe ich – sehr spontan – auf einer echten alten Schreibmaschine getippt. (Wie alle anderen Texte in diesem Blog auch.) Also: Falls Rechtschreibfehler drin sind (und ja, das sind sie), dann heißt das nicht, dass ich keine Ahnung von Rechtschreibung habe – sondern dass ich sie beim wilden Heruntertippen einfach übersehen habe. (Denn wenn sie mir sofort auffallen, verbessere ich sie noch schnell. Ja, mit Tipp-Ex. Dann drüber tippen. Funktioniert perfekt!) Aber mal ehrlich: Dafür, dass ich das hier in einem Fluss runtergeschrieben habe, sind doch gar nicht soooo viele Fehler drin, oder? 🙂

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