Über das Homeoffice

Über das Homeoffice.

Aus aktuellem Anlass dreht sich meine Kolumne heute um das Arbeiten im
Homeoffice, das derzeit auch blutige Laien ausprobieren müssen. Ja,
das ist hart, ja, das ist schwer - und ja, es werden große Herausforderungen
auf all euch Anfänger zu kommen. Doch lasst euch helfen von einem echten
Profi. Ich arbeite seit über zwei Jahren im Homeoffice, ich habe so einiges
erlebt, viel ausprobiert, noch viel mehr durchgemacht, und ich kann nun
rückblickend sagen: Es ist tough. Es ist ein Weg voller Tücken. Doch es
lohnt sich, ihn zu gehen. Um absoluten Beginnern eine gewisse Vorstellung
davon zu vermitteln, was in den nächsten Tagen und Wochen auf sie zukommen
wird, beschreibe ich hier exemplarisch einen vollkommen gewöhnlichen ersten
Tag im Homeoffice.

9 Uhr. Arbeitsbeginn! Erstmal einen Kaffee.
9.10 Uhr. So, jetzt geht's aber an den Schreibtisch. Hu, schön ist der ja
nicht... Vielleicht sollte ich mal aufräumen.
10 Uhr. Jetzt aber. Jetzt kanns losgehen. Ah, der Laptop ist ja noch gar
nicht hochgefahren... Ah, neue Updates! Hm.
10.02 Uhr. Na gut, wahrend der rechnet, kann ich ja noch kurz die Wäsche
machen.
10.24 Uhr. Und den Geschirrspüler ausräumen.
10.31 Uhr. So. Schauen wir mal in die E-Mails.
11.17 Uhr. Wo ist mein Kaffee? Schon wieder leer? Eigentlich könnte man
ja auch mal die Kaffeemaschine entkalken.
11.21 Uhr. Was wohl um die Uhrzeit so im Radio läuft? Billie Eilish??? Juhu!
11.47 Uhr. Wo waren wir bei den E-Mails...
12.13 Uhr. Jetzt ist aber mal Mittagspause. 
13.27 Uhr. Der Computer ist aber echt langsam heute. Ich lass besser mal das
Virenprogramm durchlaufen.
13.31 Uhr. Die Wäsche muss ich ja auch noch aufhängen!
13.52 Uhr. Vielleicht sollte ich mal bei den Kollegen anrufen.
15.47 Uhr. Die eine wichtige E-Mail sollte ich aber wirklich noch schreiben.
16.18 Uhr. Jetzt hab ich mir aber ein Stückchen Schokolade verdient. Und
einen Tee! Frische Luft schnappen wär ja auch gut, nur kurz am Fenster...
16.36 Uhr. Ich hab noch gar nicht in Facebook und Instagram reingeschaut,
fällt mir gerade auf.

18 Uhr. Jetzt ist aber wirklich Feierabend.

Ja, so wird er aussehen, der erste Tag im Homeoffice. Doch grämt euch
nicht: Das ist ganz normal. Und morgen wird's besser. (Kleiner Scherz, morgen
wird's genauso sein, aber in zwei bis vier Wochen seid ihr produktiv. Versprochen.)

Diesen Text habe ich – sehr spontan – auf einer echten alten Schreibmaschine getippt. (Wie alle anderen Texte in diesem Blog auch.) Also: Falls Rechtschreibfehler drin sind (und ja, das sind sie), dann heißt das nicht, dass ich keine Ahnung von Rechtschreibung habe – sondern dass ich sie beim wilden Heruntertippen einfach übersehen habe. (Denn wenn sie mir sofort auffallen, verbessere ich sie noch schnell. Ja, mit Tipp-Ex. Dann drüber tippen. Funktioniert perfekt!) Aber mal ehrlich: Dafür, dass ich das hier in einem Fluss runtergeschrieben habe, sind doch gar nicht soooo viele Fehler drin, oder? 🙂

Über die unangenehmen Dinge

Über die unangenehmen Dinge

(die man auch als Selbstständige tun muss)

Ich bin wirklich gerne selbstständig. Zwar kann ich eine Selbstständigkeit
nicht uneingeschränkt jedem Menschen empfehlen, aber für Menschen wie mich
ist es definitiv eine wunderbare Art zu arbeiten: Wann man will, wo man
will, wie man will. Selbstständigkeit beinhaltet also eine riesengroße
Portion Freiheit. Mit dieser Freiheit einher geht aber auch eine sehr gro-
ße Portion Verantwortung. Sich selbst gegenüber, zum Beispiel. Ich muss
dafür sorgen, dass ich genug Geld habe, um überleben zu können. Ich muss
dafür sorgen, dass ich mich nicht überfordere (zu viel Arbeit) und mich
nicht langweile (zu wenig Arbeit). Ich muss dafür sorgen, dass es mir
gut geht, dass ich nicht vereinsame, dass ich Sachen mache, die mir Spaß
machen, dass ich mich ausruhe, wenn ich krank bin. All das muss ich selbst
regeln. Ich muss auch dafür sorgen, dass ich den Auftraggebern gegenüber
zuverlässig bin, also nicht nur gute Arbeit abliefere, sondern auch pünkt—
lich gute Arbeit abliefere. Und ich muss dafür sorgen, dass diese Auftrag—
geber wiederum zuverlässig sind — und: meine Rechnungen bezahlen.
Das alles hört sich viel an? Pah. Das ist gar nichts. Das alles macht mir
keinen Ärger, das alles kann ich, das alles ist echt okay. Eine Sache aber
macht mir echt Ärger. Und das ist: die Buchhaltung.
Ich bin jetzt über zwei Jahre selbstständig. Und ich habe es tatsächlich
geschafft, diese ganze Zeit meine Buchhaltung einfach zu ignorieren. Also
ich habe natürlich Rechnungen geschrieben (damit Geld reinkommt) und die
Umsatzsteuervoranmeldungen per Elster abgeliefert. Aber mehr nicht. Wer
sich ein klein wenig mit Steuererklärungen auskennt weiß: Tja, das war nicht
viel. Nun aber musste ich ran, meine Frist für die Ablieferung der Steuer-
erklärung 2018 (ja, 18) ließ sich nicht weiter verlängern. Und so war ich
die vergangenen Wochen damit beschäftigt, Belege zu sortieren, Rechnungen
zu suchen, auszudrucken, meinen ganzen Terminkalender durchzugehen,
Kilometer auszurechnen, Kontoauszüge durchzugehen, und dann addieren und
subtrahieren und multiplizieren undwasweißichnoch. Ganz ehrlich: Es war
nicht schön. Im Gegenteil. Es war schrecklich. Zwischendrin war ich kurz
davor, mich freiwillig ins Gefängnis zu begeben, nur um dieser qualvollen
Tätigkeit zu entkommen.
Aber was soll ich sagen? Auch das ging vorbei. Der Ordner liegt nun sicher
in besten Händen bei meiner Steuerberaterin - und ich darf endlich wieder
mal angenehme Sachen machen (wie diese Kolumne schreiben). Bis zur nächsten
Steuererklärung, klar, wobei ich hiermit feierlich gelobe, dass ich 2019
nicht so lange aufschieben werde. Und 2020 schon nebenher mitsortiere.
Eine Frage bleibt aber noch: Wie konnte das passieren? Wie kann eine so ver—
nünftige, disziplinierte und zuverlässige Person wie ich nur so ein Chaos
kreieren? Nun, ich kann da nur mutmaßen, aber ich glaube, es ist: eine Art
Abneigung.
Gegen alles, was laaaaaaaangweilig ist...

Diesen Text habe ich – sehr spontan – auf einer echten alten Schreibmaschine getippt. (Wie alle anderen Texte in diesem Blog auch.) Also: Falls Rechtschreibfehler drin sind (und ja, das sind sie), dann heißt das nicht, dass ich keine Ahnung von Rechtschreibung habe – sondern dass ich sie beim wilden Heruntertippen einfach übersehen habe. (Denn wenn sie mir sofort auffallen, verbessere ich sie noch schnell. Ja, mit Tipp-Ex. Dann drüber tippen. Funktioniert perfekt!) Aber mal ehrlich: Dafür, dass ich das hier in einem Fluss runtergeschrieben habe, sind doch gar nicht soooo viele Fehler drin, oder? 🙂

Über den Wert

Über den Wert

Manchmal mache ich mir Gedanken darüber, ob die Sachen, die ich mache,
überhaupt wertvoll sind. Welchen Wert hat denn schon so ein Text, denke
ich mir dann, irgendwelche Gedanken, geschrieben auf irgendeiner Schreibma-
maschine, von irgendeiner Person? Dann ploppen im Internet auch noch irgend—
welche Super—Experten mit Turbo-Ratschlägen auf und faseln ständig vom
'Mehrwert', den man heutzutage bieten muss. Oh no, denk ich dann, wenn ich
schon gar nicht den eigentlichen Wert meiner Kreationen erkenne, wo soll
denn auch noch oben drauf ein Mehrwert auftauchen???
Und dann passieren Dinge. Zum Beispiel hatte ich diese Woche eine Anfrage
an einen Gartenverband geschickt (wegen einem Artikel, den ich gerade
schreibe, also als Journalistin), und ein netter Herr in der Öffentlichkeits-
arbeit antwortete mir. Nicht nur auf meine Anfrage, sondern auch wegen
meines Blogs! Er hatte wohl auf den Link zu meiner Website geklickt und
darin herumgestöbert - und sich gefreut! Über meine Texte! Über die

'schönen Denkenstöße', und überhaupt gehe er jetzt mit ganz viel Schwung,
inspiriert und voller guter Laune nach Hause.

Ich war fassungslos! Jemand liest meine Texte, und ist begeistert, UND
inspiriert UND voller Freude! Ihr glaubt ja gar nicht, wie begeistert ich
darüber war und inspiriert und voller Freude!!!

Was ist die Moral von der Geschichte? Alles hat einen Wert, wenn nur irgend-
jemand darin einen erkennt. Wenn man einen Text schreibt, und er auch nur
für einen einzigen Menschen etwas wert ist, dann hat dieser Text einen Wert.
Wenn man ein Bild malt und es für irgendeinen Menschen etwas wert ist, dann
ist es eben wertvoll. Wenn man ein Geschenk bastelt und sich jemand darüber
freut, dann hat es einen Wert. Wenn man ein gutes Essen kocht und sich
jemand darüber freut, dann ist das sehr, sehr wertvoll. Im Übrigen kann man
ja auch einfach selbst derjenige sein, der sich darüber freut. Gerade beim
Essen. Natürlich auch bei dem Bild. U„d vielleicht auch bei dem Text — aber
das muss ich noch lernen. Dass meine Texte schon etwas wert sind, wenn sie
mir selbst gefallen.

Also: Nichts braucht einen Mehrwert. Scheißt auf diese Super-Experten.
Macht, was euch Freude bereitet — und dann wird es anderen hoffentlich
auch Freude bereiten. Und schon ist die Welt eine bessere.

Diesen Text habe ich – sehr spontan – auf einer echten alten Schreibmaschine getippt. (Wie alle anderen Texte in diesem Blog auch.) Also: Falls Rechtschreibfehler drin sind (und ja, das sind sie), dann heißt das nicht, dass ich keine Ahnung von Rechtschreibung habe – sondern dass ich sie beim wilden Heruntertippen einfach übersehen habe. (Denn wenn sie mir sofort auffallen, verbessere ich sie noch schnell. Ja, mit Tipp-Ex. Dann drüber tippen. Funktioniert perfekt!) Aber mal ehrlich: Dafür, dass ich das hier in einem Fluss runtergeschrieben habe, sind doch gar nicht soooo viele Fehler drin, oder? 🙂

Über die Muße

Über die Muße
Vor einiger Zeit bin ich über das Wort ' Muße' gestolpert. (Leg am Boden,
mitten im Wohnzimmer, keine Ahnung, wie es da plötzlich hingekommen ist.)
Beim allerersten Aufeinandertreffeh war ich etwas erstaunt: Ach, mit '8'
schreibt man das? Nicht mit 's', wie bei der 'Muse'? Hm, ne, mit 'B‘.
warum, weiß ich jetzt nicht, ist aber im Moment auch egal. Jedenfalls ist
die Muße eine wunderbare Sache, hab ich dann festgestellt. Es ist kein
Nichtstun, oder, nicht nur Nichtstun, sondern noch viel mehr. Nämlich

alles was (wichtig!) keine Arbeit ist, aber auch nicht alles, was Freizeit

ist, sondern wirklich nur Dinge, die man einfach so zum Spaß macht. Einfach

so zum Spaß! Ist das nicht toll? Aber, dritter Punkt (oder schon der vierte%

Es gelten nur die Sachen, die man auf eigenen Wunsch hin macht. '

Gut, kann ja nicht so schwierig sein, oder? Hm... Also Haushalt, Einkaufen,
Kochen, fällt bei mir schon mal weg. Das mache ich eigentlich, weil es sein
muss, ja, auch das Kochen - weil ich was Gutes essen will. Es macht mir
rein überhaupt nichts aus, wenn dieses gute Essen jemand anderes kocht «

im Gegenteil. Gut, dann also weiter: Fernsehschauen... Naja, eigentlich
nicht. Irgendwie hab ich da auch das Gefühl, das ist fremdbestimmt. Kann
ich nicht so gut erklären, aber so ist es eben. Lesen! Ja, lesen ist genau
meins. Sehr mußig fühl ich mich da. Manchmal auch beim Geschenke basteln
(mach ich freiwillig, müsste nicht sein) oder beim Zeichnen (mach ich auch
freiwillig, muss gar nicht sein). Gut, dann also: Mehr davon! Was noch?
Gitarrespielen (wird nichts, also mit der Gitarristen-Karriere, also: muss
auch nicht sein). Moment, ich denke ja viel zu kurz: Konzerte!!! Ja, da
staune ich jedes Mal wieder, wieviel Spaß die machen. Weggehen, überhaupt,
feiern (also frewillig, nicht zu Weihnachten...)! Ins Theater gehen! In
Museen! Das sind alles so Dinge, die man viel zu selten macht, und dann,
wenn man im Museum steht, denkt man siehe Mann, das sollte ich Jede Woche
tun. Snewboarden. Oder Skifahren. Ausflüge. Wandern. Reisen.
Hui, wenn ich es so betrachte, muss ich sagen: Das mach ich alles schon —
aber VIEL zu wenig. Stattdessen arbeite ich tagsüber und mache mir abends
Sorgen um meine Weihnachtsgeschenke (Anfang Dezember, ich habe noch KEINE).
Und genau das ist unser Problem: Dass wir ständig meinen, etwas tun zu!
müssen - dabei haben wir eigentlich alle Freiheit der Welt. Wir nutzen sie
nur nie. Nein, ganz falsches Wort, nutzen, wir genießen sie nur nie.
Erst im Genuss ist die Freizeit Muße. Das behaupte ich Jetzt einfach mal so.
Also: Ich schnappe mir nun meinen Tee mit Rum, mein Buch und setze mich an '
den Ofen. Und dann wird sie kommen, die Maße. Da bin ich mir ganz sicher.

Diesen Text habe ich – sehr spontan – auf einer echten alten Schreibmaschine getippt. (Wie alle anderen Texte in diesem Blog auch.) Also: Falls Rechtschreibfehler drin sind (und ja, das sind sie), dann heißt das nicht, dass ich keine Ahnung von Rechtschreibung habe – sondern dass ich sie beim wilden Heruntertippen einfach übersehen habe. (Denn wenn sie mir sofort auffallen, verbessere ich sie noch schnell. Ja, mit Tipp-Ex. Dann drüber tippen. Funktioniert perfekt!) Aber mal ehrlich: Dafür, dass ich das hier in einem Fluss runtergeschrieben habe, sind doch gar nicht soooo viele Fehler drin, oder? 🙂

Über das Auftreten

Über das Auftreten. Ein Blogartikel für den Schreibmaschinenblog, geschrieben von der Textrebellin Nina Praun auf der Schreibmaschine.

Diesen Text habe ich – sehr spontan – auf einer echten alten Schreibmaschine getippt. (Wie alle anderen Texte in diesem Blog auch.) Also: Falls Rechtschreibfehler drin sind (und ja, das sind sie), dann heißt das nicht, dass ich keine Ahnung von Rechtschreibung habe – sondern dass ich sie beim wilden Heruntertippen einfach übersehen habe. (Denn wenn sie mir sofort auffallen, verbessere ich sie noch schnell. Ja, mit Tipp-Ex. Dann drüber tippen. Funktioniert perfekt!) Aber mal ehrlich: Dafür, dass ich das hier in einem Fluss runtergeschrieben habe, sind doch gar nicht soooo viele Fehler drin, oder? 🙂